Homöopathie ist ein spezielles Heilverfahren, das von Dr. Samuel Hahnemann 1810 entdeckt wurde. Er formulierte: „Similia similubus currentur“, „Ähnliches werde mit Ähnlichem geheilt“. Er hatte herausgefunden, dass eine Arznei, die  in grosser Dosierung ein bestimmtes Krankheitsbild erzeugt, ein sehr ähnliches Krankheitsbild in winziger Dosierung beseitigen kann. 

 

Am besten lässt sich das Ähnlichkeitsprinzip“ an einem „Selbst-Versuch“ erklären:

Die unerwünschte Wirkung von zu viel Kaffee kennt jeder: Man schläft schlecht, ist nachts aufgeregt und hellwach, voller Pläne für den nächsten Tag und hat vielleicht Herzklopfen dazu. Man schwitzt mehr und muss vielleicht mehr zur Toilette. Das ist in einem kleinen Rahmen das „Arzneimittelbild“ von Kaffee. Hat Hahnemann recht, müsste Kaffee also in kleiner Dosis bei aufgeregter Schlaflosigkeit mit entsprechenden Körpersymptomen helfen.

Wann tritt so etwas auf? Zum Beispiel, wenn sie morgen in die Ferien fahren und fast nicht zur Ruhe kommen vor lauter Aufregung. Probieren sie es aus: Die Fingerspitze in etwas Pulverkaffee tunken und ablecken. In vielen Fällen schlafen sie bald danach entspannt und tief.

Wichtig ist aber, dass die Schlaflosigkeit sich genau wie oben beschrieben gestaltet. Bei anderen Gründen wie Kummer, Tag-Nacht-Rhythmus-Störungen, Schmerzen etc. wirkt der Kaffee-Trick nicht! Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt, nicht Gleiches mit Gleichem.

 

Deshalb braucht es für den Erfolg immer ein qualifiziertes Arzneimittel. Das gilt schon für den kleinen Versuch und erst recht bei komplizierten, langwierigen Gesundheitsverstimmungen!

Je besser, tiefsinniger, prinzipieller das Wirkmuster der Arznei zu Ihrem Krankheitsmuster passt, desto tiefgreifender kann sie langfristig heilsame Veränderungen schaffen und umso länger ist der Zeitraum über den sie immer wieder Wirkung zeigt. 

 

Sie können sich vorstellen, dass die Arzneiwahl nicht immer einfach ist und deshalb Ihre Mitarbeit und wache Selbstbeobachtung von grossem Nutzen sein können.